Hallo - erlaube mir 2 Korrekturen
Ad1.) die 4er Vergaser Batterie wird stets von innen nach außen synchronisiert-
sprich Du fängst mit der zentralen Stellmutter in der Mitte der Batterie/ also zwischen Nr. 2 und 3 / an, und bringst damit den Unterdruck vor den beiden Gasern 2 und 3 auf identische Werte-
der absolute Wert ist hier zunächst unerheblich, der wird später für alle gemeinsam mit der Leerlauf Einstellschraube in der Mitte eingestellt (Großes gerändertes Rädchen)
Danach wird 1 gegen 2 und danach analog 4 gegen 3 in gleicher Weise durch die jeweils dazwischen liegende Einstellschraube justiert, am besten mit dem speziellen langen Spezialtool, damit sich die Schraube nicht beim Fixieren wieder verstellt.
Ad 2.) @ Motorbox: kleine Korrektur zu dem beschrifteten Bild:
Die Funktionsweise des von Dir beschriebenen CV Vergasers ist grundsätzlich anders als die
Der VM Vergaser, um die es in diesem Thread geht:
Denn die Düsen auf der Motorseite der abgebildeten CV-Vergaser sind Keine Luftregulier-, sondern Sprit- /Gemischeinstellschrauben - und zwar für den gesamten Drehzhahl-Bereich/ nicht nur für den Leerlauf!
Da sie den zusätzlichen Spritzufur hinter der Drosselklappe /über die Pilotdüse/ fein-Justieren;
Übliche Grundeinstellung 1 1/2 Umdrehungen auf/ Perfect wird’s nur mit Colortune...
Es gibt auch Vergaser mit Luftregulierschrauben (z.B. Die alten VM Schiebervergaser der GS 550/GS750/GS1000) -
Da liegen diese Duesen-Schrauben aber auf der Ansaugseite der Gaser, und sind dann folgerichtig Luft- /-Gemisch Einstellschrauben, mit der genau umgekehrten Einstellweise:
Eindrehen gleich weniger Luft gleich fetteres Gemisch-
Bei den CV Vergasern mit der Schraube hinter der Spritzufuhr gist das Folgerichtig genau anders herum:
Heraus drehen = fetteres Gemisch
üblich auch hier ca. 1 1/2 Umdrehungen auf / manchmal ist diese Düse auch mit Zinn “verplombt“-
Zumeist in den USA vom Hersteller der Abgas- Vorschriften wegen..
P.S. es gibt einen hartnäckigen Übersetzungsfehler in vielen deutschen WHB
Da steht fälschlicherweise was von 3 1/2 Umdrehungen auf - im Original (japanisch/engl. WHB) steht aber 3 mal 1/2 Umdrehung auf;
Würde anders auch kein Sinn machen, da einerseits die Einstelldüse Ihre Klemmung durch die kleine Feder verliert, wenn man diese 3 1/2 Umdrehung aufmachen würde, aber vor allem macht es keinen. Sinn, weil bei mehr wie 2 Umdrehungen auf, bereits eine andere /größere Düse verwendet werden müsste (z.B. 0,40 anstell 0,35) wenn man das Gemisch dermaßen stark anreichen möchte-
Letztlich zählt zur Beurteilung nur das Kerzenbild... oder eben mit der Colortune:
Bunsenblaue Verbrennung in allen Bereichen !
Ich habe bei meiner GS550 noch zusätzlich Franks Tip befolgt, und die Düsennadel des zentralen Mischrohrs einenTacken höher/ auf die 2. (statt dritter) / Kerbe gehängt, da die Maschine weg. Abgas CO werkseitigen zu mager abgestimmt war- Resultat: bessere/ spontanere Gasannahme und perfekte Leistungsabgabe bis zum roten Bereich...
Dennoch habe ich mir für meine 550er einen neuen, komplett überholten Zylinderkopf /neue Ventile & Dichtungen von Scheurlein mit passenden NW und allen Lagern) besorgt, da meine bei den mittleren Zylindern bisserl mit der Kompression schwächelt, und zudem bei Standgas u. heißen Motor zu dem Suzuki typischen Nockenwellen Klopfen neigt (das gem. Techn. Rundschreiben von Suzuki durch leicht angeschrägte Tassenstößel vermieden werden kann)
alternativ Ausdistanzieren der NW durch dünne axiale Einstellplättchen zwischen den Axiallagern, die offenbar bei meiner zuviel axiale “Luft” haben...
Eine Arbeit für den Winter...
Viel Erfolg !